PresseberichteFreuen sich auf das neue „Schuljahr“( v.li.): Kurt Seggewiß, Stefanie Freitag, Stefan Frischholz, Angelika Meindl, Leonhard Dietrich, Harald Krämer und Andreas Meier.

„Omas Lieblingskuchen“ gekürt

as 1. März 2019

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Die Gewinner des Rezeptwettbewerbs der Volkshochschule Weiden-Neustadt stehen fest. Drei Hobbybäcker können die vierköpfige Jury mit ihren Kreationen von sich überzeugen. Aber was genau macht eigentlich einen Spitzenkuchen aus? Von Sina Kagerer




Tausende Kalorien, hundertfacher Genuss, aber nur drei Siegertorten präsentieren Veranstalter und Jury. Gebacken haben sie Helmut Meier (Dritter von links), Angelika Janner (Dritte von rechts) und Gerlinde Lohrer, die als Hauswirtschaftslehrerin unterrichtete und bei der Preisvergabe nicht anwesend sein konnte.

Weiden. Anfang des Jahres veranstaltete die Volkshochschule WeidenNeustadt einen Rezept- und Backwettbewerb unter dem Motto „Omas Lieblingskuchen 2019“. Zehn eingesandte Rezepte schafften es in die zweite Runde und kämpften nun am Dienstag um den ersten Platz.

Alle Rezepte wurden mit großer Sorgfalt unter die Lupe genommen. Ausschlusskriterium in der Vorrunde waren die Bestandteile der Kuchen und Torten. „Natürlich kam es hier vor allem darauf an, ob natürliche Zutaten verwendet werden“, erklärt Angelika Meindl, Fachbereichsleitung für Gesundheit und Kultur an der VHS Weiden-Neustadt. Auch das Aussehen der Kuchen konnte durch mitgesandte Fotos beurteilt werden und spielte bei der Auswahl eine ebenso zentrale Rolle. Die zehn besten Hobbybäcker mussten nun ihre Kreationen zubereiten und in der Event-Küche „KULT-Theka“ der Volkshochschule abgeben.

In der Endrunde zählt neben Zutaten und Aussehen besonders der Geschmack. Die vier Damen der Jury probierten sich durch die Variationen und zogen sich anschließend zur Beratung zurück. Auf den dritten Platz schaffte es Angelika Janner aus Mantel mit ihrem Kokos-Schokokuchen. Auf den zweiten Rang wählte die Jury eine „verschneite“ Schwarzwälder Kirschtorte, gebacken von einem Mann: Helmut Meier aus Weiden. „Das kommt zwar selten vor, aber auch Männer können leckere Kuchen zaubern“, meint Meindl. Die Walnusstorte sahnt ab: Gebacken hat sie Gerlinde Lohrer aus Oberviechtach.

Kreation ist Heidenarbeit

Doch welche Eigenschaften muss ein Kuchen mitbringen, um Bestplatzierter zu werden? Jury-Mitglied Margreth Leupold sagt: „Die Gewinnertorte war eine Heidenarbeit. Dass die Bäckerin Hauswirtschaftslehrerin ist, erklärt einiges.“ Eine Siegerkreation müsse folglich auch etwas komplizierter sein als ein herkömmlicher Kuchen. „Für eine normale Hausfrau ist so etwas fast nicht möglich, dafür steht man nämlich mehrere Stunden in der Küche“, sagt Leupold. Doch zurück zur Gewinnerkreation: Laut Rezept braucht es für die Walnusstorte vier verschiedene Böden und zwei verschiedene Füllungen, „die hier wunderbar miteinander harmonieren“, urteilt die Jury. Denn auch die Kombination der Zutaten wurde bei der Auswertung kritisch beleuchtet: Sind sie gut aufeinander abgestimmt oder könnte man noch etwas verbessern? All das war für die Jury von Belang.

Vier Böden, eine Torte

Abgesehen von einem klassischen Wiener Boden und einem Butterboden musste Bäckerin Lohrer einen speziellen Walnussboden und einen dunklen Boden mit Kakao zubereiten. Dieser ist zudem in Nussschnaps oder -likör getränkt. Sowohl Butterals auch Sahnecreme verbinden die vier Schichten miteinander. Schließlich umrahmten die Torte eine NussNougat-Creme, Marzipan, eine dunkle Kuvertüre sowie Walnusskerne zur Dekoration. Die Liste an Zutaten ist lang, alleine die Backzeit des Walnussbodens beträgt drei Stunden – der Aufwand ist also in der Tat enorm. Von möglichen 80 Punkten erreichte die Walnusstorte von Gerlinde Lohrer 80. Auch das Aussehen verhalf ihr zur Topwertung: Die Oberviechtacherin verzierte die Torte mit einem VHS-Schriftzug. Die „verschneite“ Schwarzwälder Kirschtorte schaffte es nur aus einem Grund nicht auf Platz eins: Helmut Meiers Deko war ein echter Tannenzapfen. Bei einem Spitzenkuchen aber sollten laut Jury alle Zutaten genießbar sein – da half dem Hobbybäcker auch das Schokolieren des Zapfens nicht.

SIEGER, PREISE UND EIN SOZIALES PROJEKT

Die drei Erstplatzierten Gerlinde Lohrer (Oberviechtach), Helmut Meier (Weiden) und Angelika Janner (Mantel) bekommen sowohl eine Siegerurkunde als auch eine goldene, silberene und bronzene Kuchenform überreicht. Alle zehn Teilnehmer können sich darüber hinaus über einen Gutschein für das anstehende Projekt „HutzaBackstube“ freuen. VHS-Geschäftsführer Stefan Frischholz erklärt dazu: „Omas und Kuchen – beides gehört zusammen.“ Aus diesem Grund wird die Volkshochschule – unterstützt durch eine 5000-EuroSpende der Sparda-Bank – die„Hutza-Backstube“ ins Leben rufen. Seniorinnen und Senioren sollen hier die Möglichkeit bekommen, miteinander Kuchen zu backen und gleichzeitig Kontakte zu knüpfen sowie Erfahrungen auszutauschen.

Im Anschluss daran sei auch ein „Hutza-Backbuch“ mit den Rezepten des Projekts geplant, welches voraussichtlich in der Vorweihnachtszeit erscheinen wird. (pkar)


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