Frau & Beruf
Sektempfang mit Canapés Jazz Saxofon: Sonja Rummler, Klavier: Claudia Burghofer In einer Gesellschaft, in der Männer als stark und Frauen als weniger belastbar gelten, wirft die Journalistin Eva Biringer einen differenzierten Blick auf die Realität weiblicher Schmerzerfahrungen. Frauen bringen Kinder zur Welt, erleben regelmäßig körperliche Schmerzen und sind überdurchschnittlich häufig von chronischen Erkrankungen sowie von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen. Sie beschreibt, wie weiblicher Schmerz gesellschaftlich bewertet, kulturell aufgeladen und medizinisch übersehen wird. Sie stellt zentrale Fragen: Welche Formen von Schmerz erleben Frauen? Gibt es einen spezifisch weiblichen Schmerz – und wo liegen seine Ursachen? Und wie könnte eine Gesellschaft aussehen, in der dieser ernsthafte Beachtung findet? NDR-Sachbuchpreis 2025. Präsentiert vom Frauenhaus Weiden. Einlass ab 17:30 Uhr. Anmeldung erwünscht unter: gleichstellungsstelle@weiden.de
Eine orangefarbene Bank erinnert an Frauen, die durch Gewalt verletzt oder getötet wurden – Frauen, die nicht mehr Platz nehmen können. Der KDFB Diozöseverband Regensburg informiert vor Ort über Gewalt gegen Frauen. Es besteht die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen. Ein Engel als Plätzchenform mit wichtigen Notrufnummern und Unterstützungsmöglichkeiten zeigt: Hilfe ist erreichbar. Ein Zeichen für Respekt, Schutz und Solidarität.
Performance: The Box Dancestudio Worte können erheben oder kleinmachen. Und manchmal fehlen sie, wenn man sie am dringendsten bräuchte. Verbale Gewalt gegen Frauen beginnt selten mit einem Schrei. Sie beginnt mit dem Kommentar, der unter die Haut geht. Mit der Bemerkung, die das Gesagte unsichtbar macht. Mit dem Satz, der eine Frau auf ihren Platz verweist. Thomas Völkl, Sprecherzieher und Rhetorik-Coach, nimmt die Macht der Sprache unter die Lupe: Wie funktioniert verbale Herabsetzung – linguistisch, nicht moralisch? Warum bleibt uns die Antwort oft im Hals stecken? Und was hat das mit Körper, Atem und unserer Geschichte zu tun? Der Vortrag entlastet – und macht Mut. Im anschließenden interaktiven Teil können eigenen Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsam Formulierungen für schwierige Situationen entwickelt werden. Präsentiert von der OTH Amberg-Weiden mit dem Inner-Wheel Club Weiden. Einlass ab 17:30 Uhr. Anmeldung erwünscht. Bitte hier anmelden: https://www.oth-aw.de/zentrum-gender-diversity/programm-angebote/orange-day/
Die Künstlerin Laura Mann präsentiert ein eigens für die Weidener Orange Days entwickeltes Programm, das an diesem Wochenende erstmals aufgeführt wird. Das Konzert verbindet musikalische Beiträge mit persönlichen Erzählungen und thematischen Impulsen und schafft so einen emotionalen Zugang zum Thema Gewalt gegen Frauen. Zwischen Statistiken und Zahlen, Schicksalen und Geschichten, anonym oder im Rampenlicht, durch Wort und Musik wird Betroffenen eine Stimme gegeben, aufgerüttelt und Hoffnung gegeben auf bessere Tage ohne Gewalt. Präsentiert von Ev. Erwachsenenbildung Oberpfalz e.V. Einlass ab 18:00 Uhr. Anmeldung erwünscht unter: gleichstellungsstelle@weiden.de
Ein zentraler Baustein für Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe ist finanzielle Unabhängigkeit. Viele Frauen fühlen sich bei Geldanlage, Altersvorsorge oder Vermögensaufbau jedoch unsicher. Der Vortrag bietet einen Einstieg in die Welt der Finanzen und grundlegendes Wissen. Dabei werden Fragen aufgegriffen wie: Warum fällt Frauen der Zugang zu Finanzthemen oft schwer? Wie kann finanzielle Unabhängigkeit gelingen? Welche Möglichkeiten der Altersvorsorge gibt es und welche ersten Schritte sind sinnvoll? Alexandra Graßler, Unternehmerin, Coachin und Gründerin der Frauenfinanzschule, ist überzeugt: Finanzwissen ist kein Talent – sondern etwas, das jede Frau lernen kann. Organisiert von KEB Neustadt-Weiden e.V. Eintritt: 6€ Anmeldung bis zum 30.11. erwünscht.
Der Termin bietet eine kompakte Einführung in Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus. Im Mittelpunkt stehen historische Kontinuitäten, gesellschaftliche Zuschreibungen und deren Fortwirken bis heute. Zugleich wird der Frage nachgegangen, welche Verantwortung sich daraus für Bildung, Institutionen und gesellschaftliches Handeln ergibt.
Endometriose betrifft viele Frauen – und doch wird die Erkrankung häufig erst nach vielen Jahren erkannt. Schmerzen werden verharmlost, Symptome falsch eingeordnet und Erfahrungen von Patientinnen nicht ernst genommen. Die Folge ist eine Versorgungslücke, die weit über die einzelne Diagnose hinaus-weist: Sie zeigt, wie stark medizinisches Wissen, Forschung und Gesundheitsversorgung bis heute von ungleichen Sichtbarkeiten geprägt sind. Das Forschungsprojekt EndoKI – Endometriose und Künstliche Intelligenz der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg setzt genau hier an. Mithilfe von KI und moderner Bildgebung sollen Diagnose und Behandlung von Endometriose verbessert werden. Im Vortrag wird das Projekt vorgestellt und zugleich in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang eingeordnet: Was bedeutet es, wenn Frauengesundheit in Forschung und medizinischer Praxis lange zu wenig berücksichtigt wurde? Welche Rolle spielen Daten, Digitalisierung und KI, wenn es darum geht, Versorgung gerechter zu gestalten? Und wo liegen Chancen, aber auch Risiken neuer Technologien? Der Vortrag verbindet Einblicke in ein aktuelles Forschungsprojekt mit Fragen nach Geschlechtergerechtigkeit, Machtstrukturen und Repräsentation in Wissenschaft und Medizin. Im Anschluss gibt es Raum für Austausch, Diskussion und Fragen aus dem Publikum. Präsentiert von der vhs Weiden-Neustadt. Einlass ab 18:00 Uhr Anmeldung über das vhs-Anmeldetool erwünscht.
Das beliebte Impro-Theater Chamäleon erkundet gesellschaftliche Facetten von Gewalt gegen Frauen: Machtgefälle und Stereotype von Mann und Frau sowie konfliktbeladene Szenen werden aus den Vorschlägen des Publikums entwickelt und mutig und sensibel auf die Bühne gebracht. Die Zuschauenden werden zu aktiven Mitgestalterinnen und erproben gemeinsam Lösungswege. Die Chamäleons zaubern aus dem Schwarmwissen erstaunliche, abstruse und hintersinnige Nummern – nicht bierernst, ohne moralischen Zeigefinger. Musikalische Begleitung untermalt die Denkräume für das Publikum. Die Premiere wird präsentiert vom Frauenhaus Weiden. Einlass ab 17:00 Uhr. Anmeldung erwünscht unter: gleichstellungsstelle@weiden.de
