Pädagogik & Schule
„KESS“ bedeutet „Kompetenz extern für Schule und Schulleben“.
Es werden Eltern und schulexterne Personen, die bereits eine Fachqualifi-kation vorweisen, für den Bildungs- und Erziehungsprozess in der Schule pädagogisch und didaktisch qualifiziert. Ganztägige Betreuungsangebote im schulischen Raum werden so gesichert und neu geschaffen. Gleichzeitig wird die gemeinsame Arbeit für die Kinder gestärkt und neue Impulse in den schulischen Lebensraum gegeben. Schließlich wird die außerschulische Bildung Teil eines Gesamtbildungskonzeptes, um zusätzliche Kompetenzen zu erwerben. Dabei sollen keinesfalls Lehrer ersetzt oder in deren Kompe-tenzbereich eingegriffen werden. Vielmehr wird die Arbeit der Schule durch die Hereinnahme externer Kompetenz erweitert und bereichert.
Praktisch umgesetzt heißt dies: Mit KESS werden externe Experten aktiv am schulischen Erziehungsprozess beteiligt. Durch die Qualifizierung soll eine breite Schicht von Personen nahe an die Schule herangeführt werden und das Verständnis für Organisations-, Lehr- und Erziehungsprobleme in der Schule fördern.
Welche Ausbildungsinhalte werden vermittelt?
Gestartet wird der Kurs mit einem Kommunikationstraining, in dem die Feinheiten der Gesprächsführung vermittelt und in vielen praktischen Übungen vertieft werden. Pädagogisches Grundwissen, Didaktik und Methodik runden die Basics am zweiten Kurstag ab. Am dritten Kurstag werden die Teilnehmer angeleitet, alltägliche Situationen aus ihrer Arbeit in die Wissenszusammenhänge von Motivationspsychologie, interkulturelle Kompetenzen und Konflikttheorie zu stellen.
In der „Kreativen Ideenbörse“ am vierten und letzten Kurstag stehen praktische Umsetzungsmöglichkeiten für Ideen und Projekte im Mittelpunkt. Das Modul „Arbeitsort Schule“ schließlich beinhaltet wichtige Informationen zu Recht, Schulregeln, Versicherungen, usw.
Die Weidener Justiz öffnet dieses Jahr wieder ihre Pforten für interessierte Besucher und Besucherinnen, die gerne einmal hinter die Kulissen der Weidener Justiz blicken wollen. Dabei werden unter anderem die Besetzung der Gerichte, die Aufgabenbereiche der einzelnen Gerichtsabteilungen und die Einrichtungen des Weidener Justizgebäudes, welches 2026 seinen 60. Geburtstag feiert, vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk gilt in diesem Jahr dem neugestalteten und umfassend modernisierten Schwurgerichtssaal. Die Besucher haben auch Gelegenheit, ihre Fragen im allgemeinen Interesse zur Weidener Justiz und zur Rechtsprechung und Strafverfolgung zu stellen.
Antisemitismus hat viele Gesichter: offen und aggressiv, aber auch unterschwellig, beiläufig oder codiert. Für Menschen in pädagogischen, sozialen und bildungsbezogenen Arbeitsfeldern stellt sich daher immer wieder die Frage: Wie erkenne ich antisemitische Aussagen? Wie kann ich angemessen reagieren? Und wie lässt sich jüdisches Leben jenseits von Verfolgungsgeschichte und Opferperspektive vermitteln? Der Fachtag bietet eine grundlegende Einführung in jüdische Geschichte, Identität(en) und Religion und verbindet diese mit einer vertieften Auseinandersetzung mit Antisemitismus. Neben historischen Grundlagen werden aktuelle Erscheinungsformen und typische Argumentationsmuster – aber auch Handlungsstrategien – betrachtet. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Handlungsebene: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen sich mit konkreten antisemitischen Aussagen auseinander, reflektieren mögliche Reaktionsweisen und entwickeln mehr Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen im pädagogischen Alltag. Ergänzt wird der Fachtag durch Best-Practice-Beispiele, die zeigen, wie antisemitismuskritische Bildungsarbeit sensibel, differenziert und praxisnah gestaltet werden kann. Der Fachtag richtet sich an Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Multiplikator:innen, Politiker:innen, sowie alle Interessierten, die sich fachlich fundiert und praxisorientiert mit jüdischem Leben, Antisemitismus und Handlungsmöglichkeiten in der Bildungsarbeit auseinandersetzen möchten.
Das beliebte Impro-Theater Chamäleon erkundet gesellschaftliche Facetten von Gewalt gegen Frauen: Machtgefälle und Stereotype von Mann und Frau sowie konfliktbeladene Szenen werden aus den Vorschlägen des Publikums entwickelt und mutig und sensibel auf die Bühne gebracht. Die Zuschauenden werden zu aktiven Mitgestalterinnen und erproben gemeinsam Lösungswege. Die Chamäleons zaubern aus dem Schwarmwissen erstaunliche, abstruse und hintersinnige Nummern – nicht bierernst, ohne moralischen Zeigefinger. Musikalische Begleitung untermalt die Denkräume für das Publikum. Die Premiere wird präsentiert vom Frauenhaus Weiden. Einlass ab 17:00 Uhr. Anmeldung erwünscht unter: gleichstellungsstelle@weiden.de
