Pädagogik & Schule
„KESS“ bedeutet „Kompetenz extern für Schule und Schulleben“.
Es werden Eltern und schulexterne Personen, die bereits eine Fachqualifi-kation vorweisen, für den Bildungs- und Erziehungsprozess in der Schule pädagogisch und didaktisch qualifiziert. Ganztägige Betreuungsangebote im schulischen Raum werden so gesichert und neu geschaffen. Gleichzeitig wird die gemeinsame Arbeit für die Kinder gestärkt und neue Impulse in den schulischen Lebensraum gegeben. Schließlich wird die außerschulische Bildung Teil eines Gesamtbildungskonzeptes, um zusätzliche Kompetenzen zu erwerben. Dabei sollen keinesfalls Lehrer ersetzt oder in deren Kompe-tenzbereich eingegriffen werden. Vielmehr wird die Arbeit der Schule durch die Hereinnahme externer Kompetenz erweitert und bereichert.
Praktisch umgesetzt heißt dies: Mit KESS werden externe Experten aktiv am schulischen Erziehungsprozess beteiligt. Durch die Qualifizierung soll eine breite Schicht von Personen nahe an die Schule herangeführt werden und das Verständnis für Organisations-, Lehr- und Erziehungsprobleme in der Schule fördern.
Welche Ausbildungsinhalte werden vermittelt?
Gestartet wird der Kurs mit einem Kommunikationstraining, in dem die Feinheiten der Gesprächsführung vermittelt und in vielen praktischen Übungen vertieft werden. Pädagogisches Grundwissen, Didaktik und Methodik runden die Basics am zweiten Kurstag ab. Am dritten Kurstag werden die Teilnehmer angeleitet, alltägliche Situationen aus ihrer Arbeit in die Wissenszusammenhänge von Motivationspsychologie, interkulturelle Kompetenzen und Konflikttheorie zu stellen.
In der „Kreativen Ideenbörse“ am vierten und letzten Kurstag stehen praktische Umsetzungsmöglichkeiten für Ideen und Projekte im Mittelpunkt. Das Modul „Arbeitsort Schule“ schließlich beinhaltet wichtige Informationen zu Recht, Schulregeln, Versicherungen, usw.
Solingen, Hoyerswerda, Eberswalde, Mölln, Halle. Diese Orte werden genannt, wenn es um rechtsextremistische Anschläge nach dem Zweiten Weltkrieg geht. Doch bis heute ist weitgehend unbekannt, dass sich der erste rassistisch motivierte Brandanschlag in der Bundesrepublik Deutschland in Schwandorf ereignet hat: Am 17. Dezember 1988 steckte der stadtbekannte Neonazi Josef Saller das Habermeier-Haus in Brand. Das Habermeier-Haus war ein Wohnhaus, in dem überwiegend Menschen mit türkischer Migrationsgeschichte lebten. Bei dem Anschlag starben vier Menschen: Osman Can (50), Fatma Can (43), Mehmet Can (12) und Jürgen Hübener (47). Weitere Bewohner:innen wurden teils schwer verletzt. Vor Gericht lieferte der Täter folgenden den Grund: Er hasste eben Ausländer. Wir wollen nicht wegschauen. Wir wollen nicht vergessen. Wir müssen erinnern. "SAD-88" ist eine multimediale Szenencollage mit der bekannten Schauspielerin Anna Maria Sturm ("Beste Zeit", "Wackersdorf", "Polizeiruf 110").
In diesem kreativen Workshop setzen sich Jugendliche mit Demokratie, Zivilcourage und gesellschaftlichen Werten auseinander. Sie entwickeln eigene Superheld:innen, die verschiedene demokratische Werte verkörpern: zum Beispiel Mut, Respekt, kritisches Denken, Zusammenhalt und Gerechtigkeit. Die besonderen Fähigkeiten der Figuren werden genutzt, um diese Werte sichtbar zu machen, zu verteidigen und kreativ weiterzudenken. So entstehen individuelle Held:innen, die zeigen, was eine starke Demokratie ausmacht. Der Workshop verbindet Kunst, politische Bildung und persönlichen Ausdruck. Jugendliche können eigene Ideen einbringen, gestalten und darüber ins Gespräch kommen, welche Werte ihnen für ein gutes Miteinander besonders wichtig sind. Die Methode orientiert sich an kreativen Beteiligungsformaten, wie sie unter anderem von der Bundeszentrale für politische Bildung empfohlen werden.
Die Weidener Justiz öffnet dieses Jahr wieder ihre Pforten für interessierte Besucher und Besucherinnen, die gerne einmal hinter die Kulissen der Weidener Justiz blicken wollen. Dabei werden unter anderem die Besetzung der Gerichte, die Aufgabenbereiche der einzelnen Gerichtsabteilungen und die Einrichtungen des Weidener Justizgebäudes, welches 2026 seinen 60. Geburtstag feiert, vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk gilt in diesem Jahr dem neugestalteten und umfassend modernisierten Schwurgerichtssaal. Die Besucher haben auch Gelegenheit, ihre Fragen im allgemeinen Interesse zur Weidener Justiz und zur Rechtsprechung und Strafverfolgung zu stellen.
