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Internationale Wochen gegen Rassismus

Rassistisches Denken und Handeln zielt auf die Ausgrenzung von Menschen ab, die auf Grund bestimmter Merkmale als minderwertig wahrgenommen werden. Dies äußert sich nicht nur durch physische und verbale Gewalt, sondern auch durch Diskriminierung am Arbeitsplatz, Wohnungsmarkt, und Nicht-Teilhabe an der Gesellschaft. 

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus lädt die Volkshochschule Weiden-Neustadt zu zwei Veranstaltungen ein: 

  • Wer sind die Jesiden? Religion, Identität, und Überleben (Dr. Kamal Sido, Gesellschaft für bedrohte Völker e.V.)
  • 600 Jahre Präsenz - 600 Jahre Vorurteil: Antiziganismus gestern und heute (Hans Weiß, Landesvertretung deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg, Sinti Powerclub e.V.) 

Die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus plant und koordiniert die jährlichen UN-Wochen gegen Rassismus in Deutschland und fördert Modellprojekte zur Überwindung von Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten. Durch die Stiftung soll die Arbeit gegen Rassismus nachhaltig und über das ganze Jahr ausgebaut werden.

Gegründet wurde die Stiftung auf Initiative von Dr. Theo Zwanziger. Weitere Ankerstifter waren der Interkulturelle Rat in Deutschland, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, der Förderverein PRO ASYL und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB).

Unsere Veranstaltungen

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Wer sind die Jesiden? Religion, Identität und Überleben
Mi. 18.03.2026 19:00
Weiden

Die Jesiden sind eine ethnoreligiöse Minderheit – das bedeutet, dass sie sowohl eine eigenständige kulturelle wie religiöse Identität besitzen. Sie sind weder Muslime noch Christen, und ihre traditionellen Heimatgebiete liegen im Irak, den kurdischen Gebieten im Norden Syriens, und der Türkei – mit großen Diasporagemeinden in Armenien und Deutschland. Ihre Geschichte ist von Verfolgung und Widerstand geprägt. Im August 2014 verübte der sogenannte „Islamische Staat“ einen Völkermord, bei dem tausende Menschen verschleppt und versklavt wurden. Die Vereinten Nationen erkennen diese Verbrechen als Genozid an. Teilnehmer:innen dieser Veranstaltung lernen den Nahen Osten als kulturell und religiös vielfältige Region kennen. Gemeinsam beantworten wir die folgenden Fragen: · Wer sind die Jesiden und woran glauben sie? · Was ist ihre gesellschaftliche Stellung im Nahen Osten? · Was ist ihre gesellschaftliche Stellung in Deutschland? Dr. Kamal Sido ist Menschenrechtsaktivist und Referent für ethnische, religiöse und sprachliche Minderheiten bei der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. in Göttingen. Er stammt aus Afrin in Syrien und lebt seit 1990 in Deutschland. Er promovierte am Orientalischen Institut der Akademie der Wissenschaften der UdSSR. Trotz der Lage in Syrien und dem Irak war er in jüngster Vergangenheit regelmäßig vor Ort. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Für Pressevertreter:innen ist eine Akkreditierung erforderlich.

Kursnummer SV100508
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Gebühr: kostenlos
Roma & Sinti gestern und heute: 600 Jahre Präsenz - 600 Jahre Vorurteil
Fr. 27.03.2026 19:00
Weiden

Sinti und Roma leben bereits seit mehr als 600 Jahren in Deutschland und Europa und haben sowohl die deutsche als auch die europäische Gesellschaft mitgeprägt. Trotz dieser langen Verwurzelung bestehen jedoch bis heute viele Vorurteile und große Unwissenheit gegenüber der Minderheit. Antiziganismus, eine Form von Rassismus, die auf stereotypen und negativen Vorstellungen über Sinti und Roma beruht, begegnet ihnen nach wie vor. Während der Zeit des Nationalsozialismus waren Sinti und Roma systematischer Verfolgung ausgesetzt, und über 500.000 von ihnen wurden Opfer eines Völkermords. Was ist Antiziganismus und wie wirkt er bis heute fort? Der Vortrag zeichnet die historische Entwicklung des Antiziganismus nach und macht wichtige Meilensteine der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma sichtbar. So wird der Zusammenhang zwischen historischen Erfahrungen und aktuellen Diskriminierungsformen deutlich. Hans Weiß, aufgewachsen in Niederbayern, ist im Bereich Kinderschutz bei einem Jugendamt in Bayern tätig und als Bildungsbotschafter gegen Antiziganismus aktiv. Er hat Soziale Arbeit studiert und ab ist Sommer 2026 im Masterstudiengang „Zukunftsdesign“ an der Hochschule Coburg. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Für Pressevertreter:innen ist eine Akkreditierung erforderlich.

Kursnummer SV100509
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Gebühr: kostenlos
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11.03.26 13:20:09