Schott, Sebastian
Dr. Schott studierte in Regensburg und Tel Aviv und war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Amt für Kultur, Stadtgeschichte und Tourismus der Stadt Weiden. Seit 2025 leitet er das Stadtarchiv Weiden.
Die Stadtwanderung führt zu verschiedenen Adressen in Weiden, die mit den Schicksalen von Opfern des Nationalsozialismus verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen verfolgt, entrechtet, deportiert oder ermordet wurden – darunter sogenannte „Euthanasie“-Opfer, Sinti, politisch Verfolgte sowie lange Zeit verleugnete Opfergruppen. An den einzelnen Stationen werden die Biografien der Betroffenen und die historischen Hintergründe behutsam eingeordnet. So wird sichtbar, dass nationalsozialistische Verfolgung nicht abstrakt oder weit entfernt stattfand, sondern auch mitten in Weiden konkrete Spuren hinterlassen hat. Die Stadtwanderung lädt dazu ein, sich mit lokaler Geschichte auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen und den Blick für der eigene Stadt zu schärfen. Dr. Sebastian Schott, Leiter des Weidener Stadtarchivs und Experte für jüdische Geschichte in Weiden, gestaltet die Führung mit.
