
Lange Nacht der Demokratie 2026 in Weiden und im Landkreis Neustadt/WN
Am Freitag, 2. Oktober 2026, findet die Lange Nacht der Demokratie wieder statt – auch in Weiden und im Landkreis Neustadt/WN.
Am Abend vor dem Tag der Deutschen Einheit laden wir dazu ein, Demokratie gemeinsam zu erleben, zu diskutieren und neu zu betrachten. Denn demokratische Werte sind keine Selbstverständlichkeit. Sie leben davon, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, unterschiedliche Perspektiven aushalten und sich aktiv einbringen.
Die Lange Nacht der Demokratie schafft Raum für Inspiration, Begegnung und Austausch. In vielfältigen Formaten wird philosophiert, diskutiert, gestritten, musiziert und Kultur erlebt. Dabei steht im Mittelpunkt, was Demokratie ausmacht: Freiheit, Vielfalt, Beteiligung und ein respektvolles Miteinander.
Die Veranstaltung findet zeitgleich in zahlreichen Kommunen in Bayern statt. Auch bei uns in Weiden und im Landkreis Neustadt/WN möchten wir gemeinsam mit Partner, Vereinen, Initiativen und engagierten Menschen ein lebendiges Zeichen für Demokratie setzen.
Nähere Informationen zur bayernweiten Aktion gibt es unter:
www.lange-nacht-der-demokratie.de
Die Lange Nacht der Demokratie ist ein Projekt des Wertebündnis Bayern.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Für Pressevertreter:innen ist eine Akkreditierung erforderlich.








Unser Programm
Demokratie lebt vom Miteinander, vom Austausch und vom Verständnis für gemeinsame Werte. Mit unserem Angebot möchten wir Menschen einladen, die Zusammenhänge demokratischen Zusammenlebens besser kennenzulernen und darüber ins Gespräch zu kommen: Was bedeutet Demokratie für Menschenrechte, Bürgerrechte, Freiheit, Gleichheit, Frieden und Rechtsstaatlichkeit? In ungezwungener Atmosphäre – bei einer Tasse Kaffee – bieten wir Informationen, Gesprächsmöglichkeiten und Begegnung. Pinnwände, Informationsmaterialien zum Mitnehmen sowie kleine Spiele machen sichtbar, warum Gemeinschaft wichtig ist und welche Vorteile ein respektvolles Miteinander für alle hat. Das Angebot lädt außerdem dazu ein, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. So wird Demokratie nicht nur erklärt, sondern erlebbar gemacht.
Im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie lädt der Abend der Religionen unter dem Titel „Aufstehen – Aufeinander zugehen“ zu Begegnung, Austausch und gegenseitigem Kennenlernen ein. Vertreterinnen und Vertreter der muslimischen, christlichen und jüdischen Religionsgemeinschaften in Weiden geben Einblicke in ihre Traditionen, Werte und spirituellen Schätze. Die Veranstaltung möchte Brücken bauen, Vorurteile abbauen und zeigen, was Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen verbindet. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Herausforderungen setzt der Abend ein Zeichen für Respekt, Frieden und ein gelingendes Miteinander. Mit persönlichen Begegnungen, Gesprächen und dem gemeinsamen Gedanken von „Shalom“ – Frieden sind alle Interessierten herzlich eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und aufeinander zuzugehen.
Die Lebendige Bibliothek: Menschen mit Migrationsgeschichte aus der Region werden zu „Büchern“ und teilen ihre persönlichen Lebensgeschichten im direkten Gespräch. Besucherinnen und Besucher können diese Bücher „ausleihen“, Fragen stellen und Einblicke in unterschiedliche Erfahrungen, Kulturen und Lebenswege gewinnen. Das Format schafft Raum für Begegnung, baut Vorurteile ab und fördert gegenseitiges Verständnis.
„Omas & Opas gegen Rechts“ zu Besuch auf der Sonneninsel. Die engagierten Frauen und Männer sind Kinder der Nachkriegszeit, in welcher sich einschneidende Entwicklungen für Freiheit und Demokratie gebildet haben. Aus dem Bewusstsein für die Folgen von Ausgrenzung, Hass und Diktatur heraus setzen sie sich dafür ein, dass die freiheitlich demokratische Grundordnung erhalten bleibt. Lernen Sie die Initiative und ihr Engagement für Demokratie, Menschenrechte, Vielfalt und Toleranz kennen, stellen Sie Fragen und kommen Sie mit den "Omas" und "Opas" ins Gespräch. Nutzen Sie die Gelegenheit zum Austausch über gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Werte und ein respektvolles Miteinander. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Poetry Slammer Dominik Brohm bringt die Demokratie im Kaffeekollektiv in Neustadt an der Waldnaab künstlerisch auf die Bühne: pointiert, nachdenklich, kreativ und mit starken Worten für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt. Grundrechte sind fundamental für unser Zusammenleben in einer Demokratie, für unser Miteinander, für unsere Gesetzgebung und trotzdem werden sie angegriffen. Der Poetry Slam soll das Bewusstsein für diese Werte stärken und die Menschen zu mehr Miteinander in Vielfalt ermutigen.
Ein Baum steht für Leben, Verwurzelung und Wachstum – und damit auch für das, was eine lebendige Demokratie ausmacht. Beim Baumfest zur Langen Nacht der Demokratie 2026 in Weiden kommen verschiedene gemeinnützige Institutionen, Vereine und engagierte Menschen zusammen, um Begegnung, Austausch und Zusammenhalt sichtbar zu machen. Mit Musik und vielfältigen Beiträgen entsteht ein offenes Fest für alle Generationen. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Initiativen kennenzulernen und zu erleben, wie viel Engagement in Weiden steckt. Das Baumfest zeigt: Demokratie wächst dort, wo Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas für ihre Stadtgesellschaft gestalten – bunt, lebendig und mitten in Weiden.
Solingen, Hoyerswerda, Eberswalde, Mölln, Halle. Diese Orte werden genannt, wenn es um rechtsextremistische Anschläge nach dem Zweiten Weltkrieg geht. Doch bis heute ist weitgehend unbekannt, dass sich der erste rassistisch motivierte Brandanschlag in der Bundesrepublik Deutschland in Schwandorf ereignet hat: Am 17. Dezember 1988 steckte der stadtbekannte Neonazi Josef Saller das Habermeier-Haus in Brand. Das Habermeier-Haus war ein Wohnhaus, in dem überwiegend Menschen mit türkischer Migrationsgeschichte lebten. Bei dem Anschlag starben vier Menschen: Osman Can (50), Fatma Can (43), Mehmet Can (12) und Jürgen Hübener (47). Weitere Bewohner:innen wurden teils schwer verletzt. Vor Gericht lieferte der Täter folgenden den Grund: Er hasste eben Ausländer. Wir wollen nicht wegschauen. Wir wollen nicht vergessen. Wir müssen erinnern. "SAD-88" ist eine multimediale Szenencollage mit der bekannten Schauspielerin Anna Maria Sturm ("Beste Zeit", "Wackersdorf", "Polizeiruf 110").
Kunst und KZ - ein größerer Gegensatz scheint kaum vorstellbar. Wie soll ein Gefangener in totaler Unfreiheit Freiheit in der Kunst finden? Und doch: Was Richard Grune, der Bauhausschüler, für sich sagte – „Zeichnend überlebt“ – gilt für international bekannte Künstler wie Isaac Celnikier, akademischer Maler, oder Autodidakten wie Karl Stojka, auch Jugendliche wie Helga Hošková-Weissová: Kunst, Kunstwerke retteten Gefangene im KZ und im Überleben nach ihrer Befreiung. Wenige Werke konnten unter Lebensgefahr noch im Lager selbst geschaffen werden, viele unmittelbar 1945/46 als Zeugnisse der Barbarei; aber oft auch erst Jahrzehnte später konnten Künstler und Künstlerinnen die Schrecken der Konzentrationslager im Bild bannen. Initiator und Kurator der Sammlung im Besitz der „Arbeitsgemeinschaft ehemaliges Konzentrationslager Flossenbürg e. V.“ ist seit 1993 Dr. Hans Simon-Pelanda, Ehrenvorsitzender Mit weiteren Werken im Besitz der ArGe von Ota Matoušek, Miloš Volf, František Michl, Michael Smuss und Smuzel Leitner.
Sie ist die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben, aber auch für Umwelt- und Klimaschutz – und gleichzeitig ist sie ein bisschen wie die Regenwälder, die Weltmeere oder die Tier- und Pflanzenarten: wertvoll, bedroht, hilfebedürftig. Die Rede ist von unserer Demokratie. Die gute Nachricht: Wir alle können etwas für sie tun! Wie das konkret aussehen kann, erfahrt ihr in dieser Wanderausstellung von Greenpeace Deutschland. Diese widmet sich praktischen Tipps für unseren Alltag: Ob wählen gehen, Erinnerungsarbeit leisten oder Falschaussagen korrigieren, wir alle können uns einsetzen und gemeinsam unsere Demokratie schützen. Am 02. Oktober findet zudem ein informativer Vortrag zur Ausstellung an der vhs Weiden-Neustadt statt!
Kunst und KZ – ein größerer Gegensatz scheint kaum vorstellbar. Wie soll ein Gefangener in totaler Unfreiheit Freiheit in der Kunst finden? Und doch: Was Richard Grune, der Bauhausschüler, für sich sagte – „Zeichnend überlebt“ – gilt für international bekannte Künstler wie Isaac Celnikier, akademische Maler oder Autodidakten wie Karl Stojka sowie für junge Überlebende wie Helga Hošková-Weissová: Kunst und Kunstwerke retteten Gefangene im KZ und halfen beim Überleben nach der Befreiung. Wenige Werke konnten unter Lebensgefahr noch im Lager selbst geschaffen werden, viele entstanden unmittelbar 1945/46 als Zeugnisse der Barbarei, andere erst Jahrzehnte später als künstlerische Verarbeitung der Schrecken der Konzentrationslager. Prof. em. Dr. Simon-Pelanda wird die ausgestellten Werke in einem Vortrag historisch und gesellschaftlich einordnen. Im Anschluss lädt ein Stehempfang im 1. Obergeschoss zum Austausch ein. Mit Werken aus dem Besitz der „Arbeitsgemeinschaft ehemaliges Konzentrationslager Flossenbürg e. V.“ von: Ota Matoušek Miloš Volf František Michl Michael Smuss Smuzel Leitner
Die Weidener Filmgespräche laden regelmäßig ins Neue-Welt-Kinocenter ein und eröffnen Raum für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen. Im Anschluss an die Filmvorführung findet jeweils ein moderiertes Gespräch statt. Die ökumenisch organisierte Reihe wird von der Katholischen Erwachsenenbildung in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk Oberpfalz durchgeführt. Im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie wird der Film „The Zone of Interest“ gezeigt. Er erzählt vom Leben der Familie des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß, die unmittelbar neben dem Konzentrationslager ein scheinbar normales Alltagsleben führt. Auf eindringliche Weise macht der Film sichtbar, wie nah Alltag und Verbrechen, Verdrängung und Verantwortung beieinanderliegen – und führt damit die „Banalität des Bösen“ vor Augen. Gesprächspartner ist Stefan Huber, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theologische Ethik der Universität Bamberg. Bitte beachten Sie: Der Kinoeintritt ist vor Ort zu bezahlen.
Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen. Die Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung sieht unter anderem eine vollständige Schließung der deutschen Grenzen vor. "Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes" begibt sich auf die Suche nach den Ursachen dieser politischen Zäsur und nimmt die Zuschauer:innen mit auf eine aufrüttelnde Reise. Die Dokumentation beginnt an den europäischen Außengrenzen, wo eine andauernde humanitäre Katastrophe auf staatliche Ignoranz trifft, aber auch auf ziviles Engagement. Sie begleitet einen Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer, dokumentiert die katastrophale Lage aus der Luft und erzählt die Geschichten von Überlebenden, die trotz Gewalt und tödlicher Risiken den Weg nach Deutschland gefunden haben.
Kreativ, demokratisch und von Schülerinnen und Schülern gestaltet: Die Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ lädt zu einem abwechslungsreichen Abend am Augustinus-Gymnasium ein. Mit eigenen Liedern, Tanz, Rap, Memes, einem Film zum Grundgesetz und einem prämierten Beitrag aus der Werkstatt Geschichte zeigen Schülerinnen und Schüler, wie vielfältig Demokratie klingen, bewegen und berühren kann. Einen besonderen Impuls gibt Dr. Matthias Wellstein mit einem Blick auf die Demokratie im antiken Griechenland. Auch das Vokalensemble unter der Leitung von Herrn Kulzer gestaltet den Abend mit. So entsteht ein lebendiges Programm, das Demokratie aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar macht – bunt, kreativ und engagiert.
In diesem kreativen Workshop setzen sich Jugendliche mit Demokratie, Zivilcourage und gesellschaftlichen Werten auseinander. Sie entwickeln eigene Superheld:innen, die verschiedene demokratische Werte verkörpern: zum Beispiel Mut, Respekt, kritisches Denken, Zusammenhalt und Gerechtigkeit. Die besonderen Fähigkeiten der Figuren werden genutzt, um diese Werte sichtbar zu machen, zu verteidigen und kreativ weiterzudenken. So entstehen individuelle Held:innen, die zeigen, was eine starke Demokratie ausmacht. Der Workshop verbindet Kunst, politische Bildung und persönlichen Ausdruck. Jugendliche können eigene Ideen einbringen, gestalten und darüber ins Gespräch kommen, welche Werte ihnen für ein gutes Miteinander besonders wichtig sind. Die Methode orientiert sich an kreativen Beteiligungsformaten, wie sie unter anderem von der Bundeszentrale für politische Bildung empfohlen werden.
Seit 1999 verbindet das künstlerische Projekt „Ost-West-Dialog“ die Künstlerin Evi Steiner-Böhm aus der ehemaligen BRD und die Künstlerin Roswitha Braun-Sauerstein aus der ehemaligen DDR. Vom 15. September bis 30. Oktober zeigt die Regionalbibliothek Weiden eine Auswahl von Arbeiten aus diesem langjährigen Dialogprojekt. Im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie wird dieser Austausch als öffentliches Live-Malprojekt erlebbar. Das Thema entsteht spontan aus der Situation heraus. Besucherinnen und Besucher können miterleben, wie im gemeinsamen künstlerischen Arbeiten ein offener und respektvoller Dialog entsteht – jenseits vorschneller Urteile und als sichtbares Beispiel dafür, wie Demokratie im Kleinen gelebt werden kann.
Die Ausstellung „Demokratie braucht STIMME – viele Stimmen, ein Bild“ präsentiert die Ergebnisse eines kreativen Beteiligungsprojekts. Unter dem Motto „Demokratie heißt für mich …“ gestalten Gruppen individuelle Postkarten mit Texten, Zeichnungen und persönlichen Botschaften. Jede Karte bringt eine persönliche Stimme – und wird Teil eines gemeinsamen Gesamtbildes. Die bis zum 5. Juli eingereichten Beiträge werden im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie am 2. Oktober präsentiert und durch künstlerische Arbeiten ergänzt. Auch Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich vor Ort aktiv zu beteiligen und eigene Beiträge zu gestalten. Zum Abschluss werden die entstandenen Kunstwerke unter den teilnehmenden Gruppen verlost.
Forumtheater ist eine theaterpädagogische Methode, die von dem brasilianischen Theaterpraktiker Augusto Boal entwickelt wurde. Im Mittelpunkt steht eine kurze Szene, in der ein Konflikt sichtbar wird und zunächst ungelöst bleibt. Im zweiten Durchgang ist das Publikum eingeladen, selbst aktiv zu werden: Zuschauerinnen und Zuschauer können auf die Bühne kommen, eine Rolle übernehmen und darstellen, wie sie die Situation ändern würden. So entsteht ein lebendiges Theaterformat, bei dem demokratisches Handeln unmittelbar erfahrbar wird. Gemeinsam wird erprobt, wie Konflikte mit Dialog, Perspektivwechsel und respektvollem Miteinander anders gelöst werden könnten. Dem Auftritt geht ein Workshop voraus, in dem die Themen und Szenen entwickelt werden. Ausgangspunkt sind meist eigene Erfahrungen oder beobachtete Alltagssituationen der Teilnehmenden. Durch Improvisation entstehen daraus Dialoge und Szenen für die spätere Aufführung. Nebenbei werden grundlegende schauspielerische Techniken vermittelt, damit sich alle Beteiligten auf der Bühne sicher fühlen.
50 Jahre Weltladen in Weiden - Grund zum Feiern! Seit fünf Jahrzehnten setzt sich der Weltladen für fairen Handel, gerechte Arbeitsbedingungen und nachhaltigen Konsum ein. Gemeinsam feiern wir die Vielfalt unserer Produkte und die Geschichten der Menschen, die sie herstellen. Dabei werfen wir auch einen Blick auf den Zusammenhang zwischen fairem Handel, globaler Gerechtigkeit und demokratischen Strukturen weltweit. In einem kreativen Mitmachangebot sammeln wir Gedanken, Wünsche und Ideen. Die Ergebnisse gestalten wir auf einem Banner, das anschließend einen Platz im öffentlichen Raum finden soll.
Wie hängen Demokratie, Frieden und Umweltschutz zusammen? Günther Sparrer von Greenpeace Weiden gibt Einblicke in die Grundlagen von Umwelt- und Klimabewusstsein, und was wir konkret tun können, unseren Planeten – und unser Zusammenleben – zu schützen. Der Vortrag findet begleitend zur Wanderausstellung "Zehn Tipps zum Schutz der Demokratie statt", die sowohl im Kunstverein in der Ledererstraße sowie an der vhs Weiden-Neustadt zu sehen ist.
Die Tanzgruppe "Grazie" aus Weiden präsentiert Tribal Fusion – einen ausdrucksstarken Tanzstil, der Einflüsse verschiedener Kulturen mit modernen Elementen verbindet. In zwei Altersgruppen tanzen Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Die Choreografien basieren auf interkulturellen Klängen, moderner Instrumentalmusik und Kompositionen mit orientalischen sowie zeitgenössischen Einflüssen. Im Mittelpunkt stehen Kreativität, Ausdruck, Körperbewusstsein und die Freude am gemeinsamen Tanzen. Die jungen Tänzerinnen laden das Publikum zu einer abwechslungsreichen tänzerischen Reise zwischen Tradition und Moderne ein.
Das Journalistenpaar Gesine Dornblüth und Thomas Franke bereist Georgien seit Jahrzehnten. In ihrem Vortrag berichten sie von Begegnungen mit Menschen vor Ort, von politischen Entwicklungen und von einem Land, das seit Jahrhunderten um Freiheit kämpft und heute wieder um seine Unabhängigkeit bangt. Wie in einem Brennglas wird in Georgien sichtbar, welche Mechanismen Demokratien gefährden können – auch weit über die Region hinaus. Russland bedroht vielerorts Demokratie und Freiheit durch politische Einflussnahme, Desinformation, Geschichtsmanipulation und die Unterstützung populistischer oder krimineller Gruppen. Besonders deutlich zeigen sich diese Entwicklungen derzeit in Georgien. Das Land steht seit Jahren zwischen europäischer Orientierung und russischem Einfluss – und ringt erneut um seine demokratische Zukunft. https://www.keb-neustadt-weiden.de/aktuelle-veranstaltungen/6-30057-kampf-um-die-freiheitgeorgien-und-der-lange-arm-des-kreml/
Mit den Leuten auf der Straße ins Gespräch kommen ist das Anliegen des Beitrages des Oberpfälzer Bündnisses für Toleranz und Menschenrechte Weiden/Neustadt (OBTM) im Rahmen der Veranstaltungen zu „Lange Nacht der Demokratie“ – nach dem Leitsatz: Demokratie ist die Möglichkeit aller sich zu beteiligen, mitzuwirken, mitzubestimmen. Sehr oft äußern Menschen: „Wir werden ja eh nicht gehört….“ „Uns hört ja eh keiner zu..“ „Das interessiert ja eh keinen, was wir denken, was wir zu sagen haben….“ „Wir werden eh nicht ernst genommen...“ „Da gehörn wir eh nicht dazu…“ „Da haben wir nix mitzureden, nix mitzubestimmen….“ Wir wollen mit ihnen ins Gespräch kommen, ihnen zuhören, wie es ihnen geht und uns allgemein darüber austauschen, „über das, was anliegt“. Dabei stellen wir die „Lange Nacht der Demokratie“ vor und werben damit gleichzeitig für die weiteren Veranstaltungen. Wir wollen die Gesprächspartner:innen dazu ermuntern, „den Schritt dorthin zu wagen“
Die Percussion-Gruppe der Musikschule Neustadt um Josef Langgärtner bringt rhythmische Energie auf die Bühne. Musikerinnen und Musiker aus der Umgebung präsentieren afrikanische Rhythmen sowie abwechslungsreiche Stücke mit Kleinpercussion. Trommeln, Klanginstrumenten und viel Spielfreude sorgen für einen lebendiger Beitrag, der zeigt, wie Musik Menschen verbindet.
Die Flamencogruppe „Sarao Flamenco“ der Weidener Tanzschule Vezard bringt bei der Langen Nacht der Demokratie die Ausdruckskraft des Flamenco auf die Bühne. Mit eindrucksvollen Bewegungen, rhythmischen Klängen und großer Leidenschaft erzählt die Musik von Wut, Verzweiflung, Sehnsucht und überschäumender Lebensfreude. Unter der Leitung von Esther Navarro entsteht eine mitreißende Darbietung voller Emotionen, die zeigt, wie der traditionelle Tanz aus Südspanien Menschen verbinden und Gefühle sichtbar machen kann. Flamenco wird dabei zum Ausdruck von Freiheit, Stärke und Gemeinschaft.
Die Streitförderer sind ein Projekt des Wertebündnisses Bayern und beschäftigen sich seit vielen Jahren mit unserer Demokratie. Immer wieder suchen sie nach Antworten auf die Frage, wie Vielfalt und Zusammenhalt ausbalanciert werden können. Eine Antwort: Dafür braucht es den Mut für offene Auseinandersetzungen, es braucht den Mut zum Streiten. Im Fokus des Workshops stehen folgende Ziele: Souveränität bei Streitgesprächen über politische und gesellschaftliche Themen, Befähigung zur Unterstützung und Moderation bei Streitgesprächen zwischen anderen Personen und in Gruppen, Befähigung anderer Personen zum souveränen Führen von Streitgesprächen, sowie Befähigung zur Umsetzung von Veranstaltungs- und Fortbildungsformaten im eigenen Verband/Verein. Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung.
Die soziale Marktwirtschaft ist ein zentraler Begriff der deutschen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung – doch was verbinden Menschen heute eigentlich damit? Freiheit und Wettbewerb? Soziale Sicherheit? Gerechtigkeit? Verantwortung? Oder etwas ganz anderes? In dieser interaktiven Veranstaltung ist das Publikum gefragt, diesen Begriff für sich zu definieren und ihre eigenen Gedanken, Fragen und verschiedenen Perspektiven auszutauschen. So entsteht ein lebendiges Gespräch darüber, wie unterschiedlich der Begriff verstanden wird und welche Erwartungen damit verbunden sind. Am Ende greift der Referent die zuvor diskutierten Perspektiven auf und stellt ihnen die ursprüngliche Definition der sozialen Marktwirtschaft gegenüber. So werden Gemeinsamkeiten, Unterschiede und neue Denkanstöße sichtbar. Die Veranstaltung lädt dazu ein, mitzudenken, mitzudiskutieren und gemeinsam zu erkunden, was soziale Marktwirtschaft heute bedeuten kann.
Wie geht es dir gerade mit der Demokratie? Dialog statt Debatte: einer Gesprächskultur von Zuhören und Respekt Raum geben. Gespräche von Mensch zu Mensch: für ein Miteinander und Verständnis – trotz Meinungsunterschieden. Eine Einladung, von sich und den eigenen Erfahrungen zu erzählen und anderen zuzuhören – offen, respektvoll und ohne Bewertung. Die Gespräche finden in kleinen Gruppen statt. Jeder hat vier Minuten Zeit zu reden, die anderen hören zu. Dann ist die nächste Person an der Reihe. Es gibt drei Runden. Das Format wurde von Mehr Demokratie e.V. entwickelt um echten Austausch und Verständigung und damit eine lebendige demokratische Kultur zu fördern. Ein Format von Mehr Demokratie e.V.
Warum eskalieren Diskussionen online oft so schnell? Was machen Algorithmen mit unseren Emotionen? Und "was darf man eigentlich noch sagen?" – Bei dieser Podiumsdiskussion gehen wir der Frage nach, ob wir überhaupt noch streiten können, ohne einander fertig zu machen. Vier Stimmen aus Journalismus, junger politischer Lebenswelt, Zivilgesellschaft und Medienpsychologie bzw. Soziologie kommen hier zu Wort. Oberpfalz Medien bringt die journalistische Perspektive ein: Welche Verantwortung tragen regionale Medien? Wie gelingt faktenbasierte Einordnung? Und wie gehen Redaktionen mit Hass, Kommentaren und aufgeheizten Debatten um? Katharina Diertl von der Jungen Union spricht aus der Perspektive junger Menschen und der digitalen Lebenswelt: Wie fühlt sich politische Debatte online wirklich an? Warum ziehen sich viele zurück? Und was braucht es, damit junge Menschen sich weiterhin einmischen? Die psychologische oder soziologische Perspektive, vertreten durch Philipp Reich von T1 Tirschenreuth, fragt danach, warum Debatten eskalieren, wie digitale Räume Emotionen verstärken und welchen Einfluss Algorithmen auf Wahrnehmung, Empörung und Zusammenhalt haben. Aus der Zivilgesellschaft bzw. Bildungsarbeit kommt der Blick auf Streitkultur, Dialogfähigkeit und Demokratie als Lernprozess hinzu – auch mit Blick darauf, welche Rolle Künstliche Intelligenz künftig für Meinungsbildung und gesellschaftliche Debatten spielen kann. Ergänzt wird die Podiumsdiskussion durch Impro-Theater-Szenen aus dem echten digitalen Leben sowie durch Raum für Fragen aus dem Publikum. Die Veranstaltung lädt dazu ein, zuzuhören, mitzudenken und sich einzumischen – denn Demokratie lebt vom Mitmachen.
Musik Statements Szenen Rockmusik, Demokratie und persönliche Geschichten: Die Pfarrersband Church Pistols bringt Songs aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren auf die Bühne. Zwischen den musikalischen Beiträgen öffnen kurze Statements den Blick auf die Frage, was uns an der Demokratie wichtig ist: Freiheit, Mitbestimmung, Vielfalt, Zusammenhalt und die Möglichkeit, die eigene Stimme einzubringen. Ein besonderer Teil des Abends gehört Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus verschiedenen Ländern, die heute in Weiden leben. Sie erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen mit Demokratie, von Unterschieden, Hoffnungen und dem Wert demokratischer Rechte im Alltag. Denn: Demokratie lebt von Menschen, die ihre Geschichten teilen, einander zuhören und gemeinsam feiern, was Freiheit und Zusammenhalt bedeuten.
Sie ist die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben, aber auch für Umwelt- und Klimaschutz. Und gleichzeitig ist sie ein bisschen wie die Regenwälder, die Weltmeere oder die Tier- und Pflanzenarten für die wir uns einsetzen: Sie ist wertvoll. Sie ist bedroht. Und sie braucht unseren Schutz. Die Rede ist von unserer Demokratie. Und die gute Nachricht ist: Wir alle können etwas für sie tun. Was das sein kann, erfahrt ihr in dieser Wanderausstellung von Greenpeace Deutschland - diese widmet sich praktischen Tipps für unseren Alltag: Ob wählen gehen, Erinnerungsarbeit leisten oder Falschaussagen korrigieren. Wir alle können uns einsetzen und gemeinsam unsere Demokratie schützen. Am 02. Oktober findet zudem ein informativer Vortrag zur Ausstellung an der vhs Weiden-Neustadt statt!
Iran, 2022: Der streng gläubige Jurist Iman lebt mit seiner Ehefrau Najmeh und den gemeinsamen Töchtern in Teheran. Er ist gerade zum Ermittlungsrichter am Revolutionsgericht befördert worden. Iman bekommt damit ein höheres Gehalt als bisher, eine größere Familienwohnung steht in Aussicht. Schon bald stellt er jedoch fest, dass er nicht wegen seiner Qualifikationen befördert wurde, sondern weil sein Vorgänger sich geweigert hatte, Todesurteile ohne Prüfung zu unterschreiben. Dieser Abend findet in Zusammenarbeit mit Amnesty International statt.
Die Stadtwanderung lädt dazu ein, sich mit lokaler Geschichte auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen und den Blick für der eigene Stadt zu schärfen. Dr. Sebastian Schott, Leiter des Weidener Stadtarchivs und Experte für jüdische Geschichte in Weiden, gestaltet die Führung mit. Die Stadtwanderung führt zu verschiedenen Adressen in Weiden, die mit den Schicksalen von Opfern des Nationalsozialismus verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen verfolgt, entrechtet, deportiert oder ermordet wurden – darunter sogenannte „Euthanasie“-Opfer, Sinti, politisch Verfolgte sowie lange Zeit verleugnete Opfergruppen. An den einzelnen Stationen werden die Biografien der Betroffenen und die historischen Hintergründe behutsam eingeordnet. So wird sichtbar, dass nationalsozialistische Verfolgung nicht abstrakt oder weit entfernt stattfand, sondern auch mitten in Weiden konkrete Spuren hinterlassen hat.
Vielen Dank für weitere Unterstützung


