Simon-Pelanda, Hans
ist Historiker, Germanist und langjähriger Vermittler der deutschen Erinnerungs- und Gedenkkultur. Nach seiner Promotion an der Universität Regensburg lehrte er an der Universität Thessaloniki Deutsche Sprache und Kultur und war anschließend viele Jahre für das Goethe-Institut tätig.
Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus und insbesondere mit dem Konzentrationslager Flossenbürg und seinen Außenlagern. Anfang der 1980er-Jahre war er gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern maßgeblich an der Wiederentdeckung des ehemaligen KZ-Außenlagers „Colosseum“ in Regensburg beteiligt. Als langjähriger Vorsitzender und heutiger Ehrenvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft ehemaliges KZ Flossenbürg engagiert er sich bis heute für eine lebendige Erinnerungskultur.
Kunst und KZ – ein größerer Gegensatz scheint kaum vorstellbar. Wie soll ein Gefangener in totaler Unfreiheit Freiheit in der Kunst finden? Und doch: Was Richard Grune, der Bauhausschüler, für sich sagte – „Zeichnend überlebt“ – gilt für international bekannte Künstler wie Isaac Celnikier, akademische Maler oder Autodidakten wie Karl Stojka sowie für junge Überlebende wie Helga Hošková-Weissová: Kunst und Kunstwerke retteten Gefangene im KZ und halfen beim Überleben nach der Befreiung. Wenige Werke konnten unter Lebensgefahr noch im Lager selbst geschaffen werden, viele entstanden unmittelbar 1945/46 als Zeugnisse der Barbarei, andere erst Jahrzehnte später als künstlerische Verarbeitung der Schrecken der Konzentrationslager. Dr. Simon-Pelanda wird die ausgestellten Werke in einem Vortrag historisch und gesellschaftlich einordnen. Im Anschluss lädt ein Stehempfang im 1. Obergeschoss zum Austausch ein. Mit Werken aus dem Besitz der „Arbeitsgemeinschaft ehemaliges Konzentrationslager Flossenbürg e. V.“ von: Ota Matoušek Miloš Volf František Michl Michael Smuss Smuzel Leitner
